Mantella aurantiaca by Garth Cripps

Golden Mantella

Die Rückkehr des Goldenen Mantella-Frosches

Das Projekt „Bringing back the Golden Mantella frog" zielt auf die Wiederherstellung kritischer Laichhabitate der gefährdeten Goldenen Mantella (Mantella aurantiaca, Endangered) im Schutzgebiet Mangabe (Alaotra-Mangoro Region, Madagaskar) ab. Die Art ist endemisch im Moramanga-Distrikt und benötigt für ihren Lebenszyklus sowohl mittelmontane feuchte Regenwälder für die Adulttiere als auch temporäre oder semipermanente Tümpel zur Fortpflanzung.

Im Jahr 2023 führte Brandrodung und Kleinbergbau zu einem Verlust von 11% der Waldfläche im Mangabe-Reservat, wobei 84 von 130 bekannten Laichtümpeln zerstört wurden – davon 48 innerhalb der Kernzone. Das Projekt adressiert diesen Verlust durch die Restaurierung von 20 priorisierten Tümpeln in der Kernzone, was etwa der Hälfte der dortigen Verluste entspricht.

Unter der Leitung von Pierre Razafindraibe (Madagasikara Voakajy) erfolgt zunächst die Bewertung aller zerstörten Tümpel mittels eines Habitat Suitability Index (HSI), der 2012 für M. aurantiaca entwickelt wurde. Die 20 ausgewählten Tümpel werden in drei Phasen restauriert: (1) Reinigung durch Auffüllen von Goldabbaugruben und Entfernung von tavy-Trümmern, (2) Wiederansiedlung charakteristischer Wasserpflanzen, die mit besetzten Tümpeln korrelieren, und (3) kontinuierliches Monitoring mit HSI-Wiederholungsbewertungen und Amphibieninventaren.

​Lokale Waldpatrouillenkräfte und Gemeindemitglieder werden bei allen Arbeiten eingebunden und in HSI-Anwendung sowie Tümpelüberwachung geschult. Patrouillenpläne werden formalisiert und Schilder zur Abschreckung weiterer Zerstörung installiert. Pre- und Post-Restaurierungs-Amphibieninventare dokumentieren die Rückkehr von Mantella aurantiaca und anderen Teich-abhängigen Arten.

Die Ergebnisse fließen in Berichte an madagassische Umweltbehörden, Chester Zoo und Förderer ein und bilden die Grundlage für eine wissenschaftliche Publikation. Langfristig stärkt das Projekt die Kapazitäten lokaler Akteure für die geplante Übergabe der Reservatsverwaltung an die Gemeinde bis 2040.