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Angkor Centre for Conservation of Biodiversity
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Naturschutzzentrum in der Region Angkor
Die Tempelanlagen des Weltkulturerbes Angkor Wat sind international
als eines der größten historischen Bauwerke bekannt. Dank ihrer
Berühmtheit und der geographischen Lage ist Angkor eine der
Haupt-Touristenattraktionen der Region geworden.
Die Hauptziele des ACCB umfassen:
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| Ein "Memorandum of Agreement" über die Errichtung des
25 ha umfassenden Naturschutzzentrums wurde im Mai 2002 von der kambodschanischen
Regierung unterzeichnet und das entsprechende Gelände zur Verfügung
gestellt. Dieses befindet sich am Fuße des Phnom Kbal Spean in Kbal
Spean, 40 km nördlich von Siem Reap. Im April 2003 erfolgte die Grundsteinlegung, zu Beginn des Jahres 2004 wurden die ersten Bereiche fertig gestellt. Das Zuchtzentrum mit mehreren Tiergehegen, eine Quarantänestation und ein Schulungsgebäude mit Bibliothek sind in Betrieb. Im Schulungszentrum finden seit Mitte 2006 umfangreiche Kurse in der Umweltbildung statt. Zusätzlich werden in den umliegenden Dörfern Lehrgänge und Aktionen veranstaltet. Seit Anfang des Jahres 2007 führen die Projektmanager Isadora Angarita Martinez und Markus Handschuh den Ausbau des ACCB weiter.
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Schutzprojekte für Geier, Storch
und Co.
Geier spielen eine bedeutende Rolle im Ökosystem und verhindern durch
ein schnelles Vertilgen von Aas den Ausbruch vieler Krankheiten. In vielen
Ländern Südasiens gehen die Bestände von Geiern seit Anfang
der 1990er Jahre drastisch zurück. Verursacht wird der Rückgang
durch das Arzneimittel Diclofenac, ein häufig verwendetes Medikament,
das auch in der Veterinärmedizin bei Rindern eingesetzt wird. Kambodscha
ist eines der wenigen Länder, in denen Diclofenac derzeit nicht verwendet
wird, doch herrscht ein immer dramatisch werdender Nahrungsmangel. Abhilfe
schaffen daher so genannte "Geier-Restaurants". In diesen Stationen wird
regelmäßig Futter ausgelegt, um zusätzliche Nahrung
bereitzustellen. Begleitet wird diese Maßnahme von Bestandszählungen
und der Bewachung von Nestern.
Ein zweites, vom ACCB unterstütztes Schutzprojekt, dient der Erhaltung
großer Vogelarten wie Störche und Kraniche. Die Eier und
Jungvögel dieser Arten werden häufig für den menschlichen
Verzehr und den illegalen Wildtierhandel abgesammelt.
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Auffang- und Zuchtzentrum
Neben der Umweltbildung und der Durchführung von Naturschutzprojekten
im ganzen Land beinhaltet das ACCB ein Zentrum zur Zucht bedrohter einheimischer
Tierarten und eine Auffangstation für Tiere, die aus illegalen Haltungen
oder im illegalen Handel beschlagnahmt wurden. Die aufgenommenen Tiere werden,
soweit möglich, auf eine Wiederauswilderung vorbereitet und in die Wildnis
entlassen, sobald sie wieder gesund sind. Ausgewählte Vertreter bedrohter
Arten werden in Erhaltungszuchtprogramme integriert.
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Umweltbildung
und sozioökonomische Ansätze
Die Umweltbildung ist ein wichtiger Teil des Naturschutzes.
Umweltbildungsmaßnahmen dienen dazu, der lokalen Bevölkerung ein
Verantwortungsgefühl für ihre Umwelt zu vermitteln. Dafür
schafft das ACCB eine aktive Lernumgebung, die über Umweltprobleme
informiert, kritisches Denken anregt und eine persönliche Umwelteinstellung
fördert.
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ACC-"Bee": Das Bienenprojekt
Ein Projekt zur nachhaltigen Imkerei wurde mit großem Erfolg durchgeführt. Zum Schutz der einheimischen Bienenpopulationen und um der Bevölkerung eine Alternative zur Ausplünderung der wilden Bienenstöcke zu bieten, hat das ACCB ein Zuchtprogramm in den Dörfern zwischen Angkor und Kbal Spean initiiert. Die Bewohner können sich über den Bau von Bienenkörben und die Pflege der Schwärme informieren. Außerdem werden sie mit nachhaltigen Methoden zur Zucht einheimischer Bienen und der Wachs- und Honiggewinnung vertraut gemacht. Das Bienenprojekt hat sich als führende Initiative in der nachhaltigen Honigproduktion in Kambodscha etabliert. Nach Projektabschluss führt das Team die Aktivitäten eigenständig fort.
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Nutzung von Solarenergie
Eine autarke Energieversorgung des Komplexes ist notwendig, da die Versorgung durch das öffentliche Stromnetz nicht bis zum Gelände des ACCB reicht. Im Sinne des Naturschutzes ist zur Energiegewinnung die Wahl auf Solarenergie gefallen. Aufgrund der hohen Sonneneinstrahlung bietet sich diese Form der Energieversorgung optimal an und dient zudem als Anschauungsobjekt für Energieversorgung in der Region. |
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| Die Stiftung Artenschutz dankt Dr. Stephan Goetz für die
Finanzierungshilfe beim Aufbau des ACCB. Aktuell wird die Unterhaltung des
Zentrums wesentlich gemeinsam von Dr. Stephan Goetz und dem Allwetterzoo
Münster geleistet. Der Allwetterzoo Münster und die
Zoologische Gesellschaft für Arten- und Populationsschutz e.V.
(ZGAP) sind die Träger des Projektes. Die Naturschutzmaßnahmen , Forschungsaktivitäten sowie die Versorgung mit Solarenergie werden wesentlich durch die Fondation Prince Albert II de Monaco via Act for Nature gefördert. Die Deutsche Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ) finanzierte den Aufbau und der Etablierung der Umweltbildungskomponente des ACCB - hierfür herzlichen Dank. Hier geht es zur Homepage des ACCB.
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