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Ursachen der „Vernichtungswelle“ |
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Lebensraumverlust, Umweltgifte, übermäßige Nutzung, Klimawandel und ein gefährlicher Hautpilz ...
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Laut der letzten Studie der Weltnaturschutzorganisation
IUCN ist der Verlust an Lebensräumen die
bedeutendste Ursache für die globale Gefährdung der Amphibien. Sie
leiden stark unter der Abholzung von Primärwäldern und der
Trockenlegung von Feuchtgebieten zugunsten neuer Agrarflächen.
Auch Umweltgifte, darunter
besonders landwirtschaftliche, industrielle und pharmazeutische
Chemikalien, schädigen die Amphibienbestände erheblich. Neue
Forschungsresultate zeigen, dass Pestizide wesentlich gefährlicher für
Amphibien sind als dies die standardisieren Toxizitätstests
suggerieren. Experimente unter ökologisch realistischeren Bedingungen
zeigen, dass beispielsweise Pestizide, die für die Anwendung an
Landpflanzen vorgesehen sind, absolut tödlich auf Kaulquappen im Wasser
wirken können. Zudem können Pestizide in Kombination mit andern
Stressfaktoren schon bei geringen Konzentrationen zu hoher Mortalität
führen. Allzu häufig werden Pestizide nicht korrekt angewendet und zu
hoch dosiert, gemäß dem Motto „viel hilft viel“. Richtiger müsste es
heißen: „auch wenig tötet viel“.
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| Die Verschleppung von fremden, invasiven Arten
zählt ebenfalls zu den gravierendsten Bedrohungsfaktoren. Manche
unbemerkt vom Menschen eingeschleppte oder bewusst ausgesetzte Arten
dezimieren Amphibienpopulationen, wie im Falle der Aga-Kröte. Andere
invasive Arten sind Konkurrenten um Lebensraum und Nahrung und
verdrängen die heimischen Amphibien. Vor allem aber können fremde Arten
Krankheiten einschleppen. Im Fall einer verheerenden Pilzerkrankung
(Chytridpilz, siehe unten) wurde mehrfach nachgewiesen, dass sich der
tödliche Erreger durch eingeschleppte Amphibien verbreitet hat.
Einige Amphibienbestände werden für den menschlichen Verzehr genutzt. Statt nachhaltiger Zucht oder „Ernte“ werden unzählige Tiere dem Freiland entnommen. In Deutschland ist der Verzehr von Froschschenkeln weitgehend „kulturell geächtet“ und somit nicht stark verbreitet, dennoch ist es nicht verboten. In den 1990er Jahren wurden in Europa jährlich 6.000 Tonnen Froschschenkel importiert; das entspricht etwa 26 Millionen Fröschen. |
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Ohne Frage gehören die Amphibien auch zu jenen Tieren,
die von den Auswirkungen des Klimawandels zumindest
regional besonders stark betroffen sind. Die Folgen der Veränderungen
können zudem andere Gefahren verschlimmern, indem sie physiologischen
Stress bei Tieren verursachen und sie für Krankheiten usw. schwächen.
Den oben genannten Bedrohungsfaktoren kommt ein weiterer, besonders verheerender hinzu: ein wahrscheinlich aus dem südlichen Afrika stammender Hautpilz, auch Chytridpilz genannt. Dieser durch den Menschen heute weltweit verbreitete Pilz löst eine für Amphibien meist tödlich verlaufende Krankheit aus und führt binnen kurzer Zeit zum Verschwinden ganzer Populationen. Im Terrarium ist die Bekämpfung des Pilzbefalls im Regelfall durch Fungizide oder Temperaturveränderung möglich. In der Natur lassen sich diese Maßnahmen nicht anwenden. Bislang gibt es keine brauchbaren Strategien, den Pilz im Freiland einzudämmen. |
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Weiterführende Links: - Die
Amphibienkrise Lesen Sie außerdem: -
Sei kein Frosch -
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