Sei kein Frosch - Hilf uns!

Amphibien sind wichtig!

  ... für das Gleichgewicht der Natur! ...für die Landwirtschaft! ...für die Gesundheit! ...als Indikator!
 

 

Es wird uns eine ganze Menge kosten, wenn wir das Aussterben der Frösche, der Kröten, Salamander und Molche zulassen!

 

Prachtlaubfrosch
(Foto: K. Johnson)

Amphibien besitzen sowohl als Räuber als auch als Beutetiere eine wichtige Funktion für das ökologische Gleichgewicht in der Natur, und auch für uns Menschen. Man schätzt, dass eine einzelne Population von ungefähr 1000 Grillenfröschen beinahe fünf Millionen Insekten und anderen Wirbellosen in einem Jahre verspeisen kann. Ohne Frage tragen sie also vielerorts auf der Erde erheblich zu guten Ernten in der Landwirtschaft bei. Sie halten auch die Bestände zahlreicher krankheitsübertragender Insekten in Grenzen und sorgen dafür, dass sich auch für den Menschen gefährliche Seuchen nicht unkontrolliert ausbreiten.

In den Gebieten der Welt, in denen die Amphibienbestände zurückgegangen sind, gab es einen Anstieg an wirbellosen Schädlingen, die Ernten zerstören und Krankheiten auf den Menschen übertragen. Gut möglich, dass längst unter Kontrolle geglaubte Volkskrankheiten wieder aufleben oder bislang regional begrenzte Seuchen eine weite Ausbreitung erfahren werden.

In der Medizin besitzen Amphibien einen hohen Stellenwert. Sie produzieren alle über ihre Haut chemisch aktive Substanzen. Viele davon werden in Medikamente eingesetzt. Von der Haut des Australischen Weißen Baumfrosches beispielsweise haben sich Wissenschaftler die Grundlagen für die Medikamente Takus, Ceosunin, Cerulex und Tymtran abgeschaut, die gegen Verdauungsprobleme wirken. Der Südafrikanische Krallenfrosch ist bekannt für einen Wirkstoff, der das Wachstum von bakteriellen Keimen hemmt.
Selbst Wirkstoffe gegen HIV könnten uns die Amphibien liefern. Aktuell werden Substanzen aus der Haut des australischen Prachtlaubfrosches untersucht.
Eine weitere Amphibiengruppe hätte uns möglicherweise Medikamente gegen Magenkrebs liefern können: Die Magenbrütenden Frösche Rheobatrachus brüten, wie der Name andeutet, ihre Kaulquappen im Magen aus. Doch die beiden bekannte Arten starben bereits aus.
Die Vielfältigkeit des medizinischen Nutzens zeigt eindeutig wie positiv Amphibien für Menschen sind.

Amphibien sind besonders empfindlich gegenüber Umweltgiften und stellen somit ein Frühwarnsystem für andere Arten, auch für den Menschen, dar. Biologen bezeichnen sie deshalb als „Indikatoren der Natur“. Wegen ihrer durchlässigen Haut reagieren sie besonders schnell auf veränderte Umweltbedingungen.

Afrikanischer Krallenfrosch
Der Afrikanische Krallenfrosch dient in der Forschung als Modellorganismus.
(Foto: D. Petzold)
Weiterführende Links:

- Was sind Amphibien?
- Frösche & Kultur

Lesen Sie außerdem:

- Sei kein Frosch - Hilf uns! (Startseite)
- Amphibien in Not
- Der Amphibien-Fonds
- Handeln Sie! Tipps für den heimischen Amphibienschutz
- Materialien & Links