Sei kein Frosch - Hilf uns!

Wir haben einen Plan!

Der Rettungsplan für die Amphibien umfasst den Schutz der Lebensräume, die Verstärkung des Bewusstseins für die Amphibienkrise, umfangreiche Feldforschung und Zucht besonders bedrohter Arten in Zoos. 

Malloca-Geburtshelferkröte
Durch langjährige Nachzucht wurde die Mallorca-Geburtshelferkröte vor dem Aussterben gerettet. Seit 2005 ist sie aber von der Chytrid-Pilzerkrankung bedroht.
(Foto: G. Garcia)
Der internationale Naturschutz hat eine ganze Palette notwendiger Maßnahmen zur Rettung bedrohter Amphibien definiert. Da der Lebensraumverlust der stärkste Bedrohungsfaktor ist, gilt das Hauptaugenmerk dem Schutz der natürlichen Lebensräume und in Verbindung damit umfassenden öffentlichen Aufklärungsmaßnahmen und politischer Lobbyarbeit. Die ökologischen Besonderheiten und Ansprüche, die genaue Verbreitung und der Populationsstatus zahlreicher Arten ist bis heute noch viel zu wenig bekannt, um diese erfolgreich zu schützen. Zur Planung und Prüfung notwendiger Schutzmaßnahmen muss also umfangreiche Feldforschung in Angriff genommen werden.
Europäischer Laubfrosch
Da der Mensch für die meisten Ursachen der Amphibienkrise verantwortlich ist, liegt auch bei ihm die Verantwortung, die Amphibien zu retten.
(Foto:  A. Niwelinsky)

Das alleine wird zur Rettung der Amphibien nicht ausreichen. Die Weltnaturschutzunion IUCN hat erstmals in ihrer Geschichte Zoologische Gärten und andere Fachinstitutionen zu intensiver Mitwirkung aufgerufen. Sie sollen dem Aufbau überlebensfähiger Populationen hoch bedrohter Arten in Menschenobhut dienen. Die „Arche-Noah-Funktion“ von Zoos kommt hier vollauf zum Tragen, indem überlebensfähige Populationen in Menschobhut aufgebaut und so lange erhalten werden, bis eine erfolgreiche und langfristige Wiederansiedlung möglich ist. Diese Maßnahmen werden von der „Amphibien-Arche“ (Amphibian Ark oder AArk) koordiniert, die von der Weltnaturschutzorganisation IUCN, dem Weltzooverband (World Association of Zoos and Aquariums, WAZA) und Amphibienexperten ins Leben gerufen wurde. Die weltweiten Netzwerke der Zoos, Aquarien, wissenschaftliche Institute und Fachorganisationen des Naturschutzes, auch die Stiftung Artenschutz, unterstützen die Initiative. Sie tragen gemeinsam die weltweite öffentliche Kampagne „2008 - Das Jahr des Frosches“, um das Bewusstwein der Öffentlichkeit für die Amphibienkrise zu fördern und die Finanzierung für Rettungsmaßnahmen und Sicherung des Überlebens der Amphibien sicherzustellen.


Weiterführende Links:

- Die Amphibienkrise
- Ursachen
- Das Jahr des Frosches und danach
- Die Aktivitäten der Zoos

Lesen Sie außerdem:

- Sei kein Frosch - Hilf uns! (Startseite)
- Amphibien-Infos
- Der Amphibien-Fonds
- Handeln Sie! Tipps für den heimischen Amphibienschutz
- Materialien & Links