Im Christentum werden die Amphibien in einem nicht
sehr positiven Licht dargestellt. In der Bibel findet nur der Frosch
Erwähnung, und zwar als die zweite ägyptische Plage (2 Mose 7,26-8,10).
| „Weigerst du dich, sie ziehen zu lassen, so
bringe ich eine Froschplage über dein ganzes Land. Der Nil wird von
Fröschen wimmeln; sie werden heraufkommen und in dein Haus eindringen,
in dein Schlafgemach, auf dein Bett werden sie kommen, in die Häuser
deiner Diener und deines Volkes, in deine Backöfen und Backschüsseln.
Über dich, dein Volk und alle deine Diener werden die Frösche kommen
(Exodus, 7:28-29). Aaron streckte seine Hand über die Gewässer Ägyptens
aus. Da stiegen die Frösche herauf und bedeckten ganz Ägypten (Exodus,
8:2).“ |
Seit dem Mittelalter stehen Hexen
und Kröten in einem engen Zusammenhang. Nach einigen Angaben lebten
Hexen mit diesen in wilder Ehe und kleideten ihre amphibischen
Gefährten sogar an. Chemikalien in der Krötenhaut machen diese zu
beliebten Zutaten in magischen Gebräuen.
Näher an der Gegenwart hat die Popkultur
einige Frösche positiv besetzt. Besonders bedeutend ist Kermit der
Frosch, eines der Originale von Jim Henson Muppets, der sein
Fernsehdebüt 1955 hatte. Er verzaubert weiterhin Kinder jeden Alters
mit seinem Talent, seiner Wärme und seiner Aufrichtigkeit. Kermit hat
einmal - geradezu prophetisch im Hinblick auf die Amphibienkrise -
gesagt: „Wenn du wartest, bis die Frösche und Kröten ein
letztes Mal quaken, um endlich zu handeln, dann ist es zu spät.“
Amphibien bereichern also unsere Kultur seit alten
Zeiten. Wir müssen handeln, damit die nachfolgende Generationen Frösche
nicht nur durch Literatur und Erzählungen kennen!
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Froschmania: Fröhliche Frösche
schmücken unzählige Produkte.
(Foto: G. Garcia) |
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