Artenvielfalt und Biodiversität

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Der Begriff der Artenvielfalt spielt beim Artenschutz eine große Rolle. Die globale Gesamtzahl aller Arten wird je nach Erhebungsgrundlage auf 2,5 Millionen bis 100 Millionen geschätzt. Von diesen Arten sind allerdings erst rund 1,75 Millionen wissenschaftlich beschrieben: ca. 260.000 Pflanzen, 50.000 Wirbeltiere und 750.000 Insekten zählen dazu.

Die mit Abstand größte Artenvielfalt ist in den tropischen Regenwäldern Asiens, Südamerikas und Afrikas zu finden; hier leben geschätzte 70 % aller Tier- und Pflanzenarten. Zum Vergleich: Während auf einem Hektar Regenwald bis zu 500 unterschiedliche Baumarten existieren, findet man in ganz Deutschland nur 60 Arten. Und während in den Flüssen des Amazonasbeckens mindestens 2.500 Fischarten schwimmen (nach manchen Schätzungen auch bis zu 9.000 Arten), findet man in ganz Westeuropa wiederum nur 60 Arten.

Neben dem Begriff der Artenvielfalt existiert auch der Begriff der Biodiversität, der fälschlicherweise oft synonym gebraucht wird. Der Begriff wurde 1986 von dem berühmten Forscher und Professor für Zoologie EDWARD OSBORNE WILSON geprägt und stellt eine Wortschöpfung dar, die aus "Biological Diversity" abgeleitet ist. Biodiversität beinhaltet die Vielfalt der Arten, die Vielfalt der Lebensräume und die genetische Vielfalt. Die Artenvielfalt ist also nur ein Teil der Biodiversität. Nichtsdestotrotz spielen die anderen beiden Aspekte der Biodiversität auch in Bezug auf den Artenschutz eine Rolle, da durch den Schutz der Arten auch Lebensräume und die genetische Vielfalt der Arten bewahrt werden.